Unser Namensgeber


Jacob Curio, 1497 - 1572

Mediziner, Mathematiker, Philologe, Humanist und Literaturfreund

Jacob  Curio - ein Mann "von edler Gesinnung und gebildet auf vielen Gebieten". So steht es auf der Inschrift der Grabplatte unseres Namensgebers in Heidelberg.

Kurzbiographie

Jacob Curios Leben im Zahlenspiegel
  • 1497 geboren in Hofheim.
  • 1514 Immatrikulation als Student an der Universität Heidelberg.
  • 1515 Baccalaureus (Philosophische Fakultät Heidelberg)
  • 1515 - 1525 Magister, 1525 Vizekanzler der Universität Heidelberg
  • 1525 - 1540 naturwissenschaftliches und medizinisches Studium an der Universität Ingolstadt und Erwerb des akademischen Titels Doktor der Medizin.
  • 1540 Professor der Medizin an der Universität Mainz.
  • 1545 Rektor der Universität Mainz.
  • 1547 Professor der Mathematik an der Universität Heidelberg.
  • 1550 Professor der Medizin an der Universität Heidelberg.
  • 1560 Dekan der medizinischen Fakultät und Vizekanzler der Universität Heidelberg.
  • 1. Juli 1572 gestorben in Heidelberg. Beerdigung in der Sankt Peterskapelle der Heidelberger Universität.

Bildbeschreibungen:

  • links oben: Rückseite der Curio-Medaille zu seinem 40. Geburtstag
  • daneben: Grabplatte in Heidelberg
  • links unten: Wappen des Jacob Curio
  • Bild oben: Portrait Curios auf einer Medaille zu seinem 40. Geburtstag (1537)

Biographisches

Der berühmte Haßfurter Mathematiker und Astrologe Johannes Virdung war ein Onkel Curios, sein Freund, Lehrer und Mäzen. Kehl schreibt in seiner Chronik der Stadt Haßfurt, dass Virdung mit seinen Schülern Apollinarius Werneth und Jakob Curio, der Virdungs Werke zusammenfaßte, an deutsche, französische, dänische und ostische Universitäten zog und dort lehrte. Zur gleichen Zeit lebte und wirkte auch der in Wipfeld bei Schweinfurt geborene berühmte Humanist Konrad Celtis (1459 bis 1508), ein Schüler Agricolas, Johannes Cuspinian, der - in der Reichsstadt am Main geboren - die Schweinfurter Lateinschule besucht hatte und die aus Ferrara stammende, hochgebildete Frau des Schweinfurter Stadtarztes Andreas Grundler, Olympia Fulvia Morata. Unser berühmter Landsmann Regiomontanus aus dem benachbarten Königsberg war nur knapp 20 Jahre vor Curios Geburt gestorben (1436 bis 1476).

Die Universität Heidelberg scheint eine magische Anziehungskraft für Hofheims große Söhne gehabt zu haben. So studierte der in Hofheim geborene hochstiftisch-würzburgische Vizkanzler und bischöfliche Rat Dr. Johannes Balbus Mitte des 16. Jahrhunderts in Heidelberg, ebenso der gebürtige Hofheimer Professor Dr. phil. Carl Alfred Osan Mitte des 19. Jahrhunderts.

Werke Curios:

  • Ein zweibändiges Geschichtswerk mit einer Abhandlung über den Ursprung der Franken (1567).
  • Ein Buch über Pomponius Gauricius und dessen Ansichten über die verschiedenen Aspekte der Bildhauerei.
  • Dialog ,,Hermotimus'': über Medizin, Alchemie und naturkundliche Einsichten des Th. B. v. Hohenheim, genannt Paracelsus.
  • Ein Werk über Hippokrates.
  • Viele Briefe, die in Humanistenart den Adressaten zur Diskussion über gelehrte Themen herausfordern.
  • Eine Sammlung der Werke Virdungs, die Curio in Verehrung seines berühmten Lehrers und Verwandten herausgab.

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